Familien-Service

Informationen für Auszubildende

Als einer der größten Ausbildungsbetriebe in Kiel hat die Christian-Albrechts-Universität ihren Auszubildenden gegenüber eine ganz besondere Verantwortung. Auszubildende mit Familienaufgaben sollten bei Bedarf besonders unterstützt werden. Folgende Informationen ergänzen die allgemeinen Informationen für Beschäftigte.

Schwanger – und jetzt?

Wem muss ich’s erzählen?

Grundsätzlich Niemandem. Auch Auszubildende sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, der CAU die Schwangerschaft mitzuteilen. Aber: Es gibt ganz bestimmte Schutzmaßnahmen, die der Arbeitgeber treffen muss, um die Gesundheit der werdenden Mutter und die ihres Kindes zu schützen. Diese kann die CAU aber nur dann einleiten, wenn sie auch über die Schwangerschaft Bescheid weiß. Es ist also ratsam, sowohl Vorgesetzte oder Vorgesetzten als auch den Geschäftsbereich Personal über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin zu informieren. 

Im Gespräch mit den Ausbildungsverantwortlichen sollte auch über den weiteren Verlauf der Ausbildung gesprochen werden, damit diese erfolgreich abgeschlossen werden kann.  Auch die Berufsschule sollte über die bestehende Schwangerschaft informiert werden. Auch hier müssen gegebenenfalls Schutzbestimmungen eingehalten werden. Auch sollten Schwangere das Gespräch mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in der Berufsschule suchen, um beispielsweise über anstehende Prüfungen, Hilfe beim Nachholen des Stoffs oder eine Freistellung vom Unterricht zu sprechen.

Kündigungsschutz

Werdende Mütter stehen unter einem besonderen Kündigungsschutz: Es gilt ein Kündigungsverbot von dem Zeitpunkt, ab dem die Schwangerschaft bekannt ist bis zu vier Monate nach der Entbindung und während der gesamten Elternzeit. Selbstverständlich setzt auch das voraus, dass der Uni die Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Kündigung bekannt ist oder sie innerhalb von zwei Wochen nach der Kündigung schriftlich über die Schwangerschaft informiert wird.

Mutterschutz und Mutterschaftsgeld

Hier gelten für Auszubildende die gleichen Bestimmungen wie für Beschäftigte. 


Was nach der Geburt wichtig ist

Elternzeit

Da Auszubildende in puncto Elternzeit den anderen Beschäftigten der CAU gleichgestellt sind, haben auch sie einen Anspruch auf eine bis zu dreijährige Elternzeit. Was passiert dabei mit der angefangenen Ausbildung? Die Elternzeit wird nicht auf die Ausbildungszeit angerechnet. Das heißt, dass die Berufsausbildungszeit so lange unterbrochen wird, bis die Elternzeit vorbei ist und die Auszubildenden mit der Lehre fortfahren möchten. Nach dem Ende der Elternzeit verlängert sich die Ausbildung um die in Anspruch genommene Elternzeit. Elterngeld kann auch von Auszubildenden bezogen werden (siehe unten).

Weitere Informationen auf den Bundesseiten des Familien-Wegweisers: Elternzeit während der beruflichen Ausbildung

Berufsausbildung in Teilzeit

Sowohl Auszubildende, die ihre Lehre aufgrund einer Schwangerschaft unterbrochen haben, als auch junge Frauen und Männer, die sich um ihre Kinder kümmern oder nahe Angehörige pflegen, können an der CAU eine Teilzeitberufsausbildung durchlaufen. Hier wird die tägliche oder wöchentliche betriebliche Ausbildungszeit gekürzt, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel trotz der Kürzung erreicht wird. Die Gesamtausbildungszeit verlängert sich dadurch in aller Regel. In welchem Umfang ist jedoch jeweils im Einzelfall mit den Vorgesetzten und dem Geschäftsbereich Personal zu vereinbaren.

Ein Nachteil der Teilzeitausbildung ist, dass sich mit der Arbeitszeit auch die Ausbildungsvergütung verringert. So bekommt eine Auszubildende, die ihre Ausbildungszeit um ein Fünftel verkürzt hat, auch ein Gehalt, das um ein Fünftel gekürzt ist. Aus diesem Grund sollten sich all diejenigen, die gern eine Teilzeitausbildung an der CAU machen wollen, frühzeitig über staatliche Förderungen informieren. Je nach persönlicher Situation könnten diese folgende Leistungen umfassen: Berufsausbildungsbeihilfe, Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld, Unterhaltsleistungen und Unterhaltsvorschuss, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Leistungen für Bildung und Teilhabe (auch „Bildungspaket“ genannt). Auf einige wenige soll im Folgenden exemplarisch eingegangen werden. Auszubildende sollten sich also in jedem Fall beraten lassen, um herauszufinden, mit welchen Leistungen sie rechnen können. 


Finanzielle Unterstützung

Berufsausbildungsbeihilfe

Auszubildende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Der Antrag muss bei der Agentur für Arbeit gestellt werden. Die hat eine Broschüre mit vielen Infos und Tipps rund um die Berufsausbildungsbeihilfe herausgebracht, die hier als PDF heruntergeladen werden kann: Broschüre Berufsausbildungsbeihilfe

BAföG

Verlängert sich die Ausbildung infolge einer Schwangerschaft, wird auf Antrag beim BAföG-Amt die Ausbildungsförderung für eine angemessene Zeit über die Förderungshöchstdauer hinaus geleistet. Sie wird in diesem zusätzlichen Zeitraum als Zuschuss gezahlt, muss also nicht zurückgezahlt werden! Die Verlängerung der Förderungshöchstdauer ist für Zeiten der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu zehn Jahren möglich. 

Alle Auszubildenden, die mit mindestens einem eigenen Kind unter zehn Jahren zusammenleben, bekommen außerdem einen Zuschlag für die Kosten der Kinderbetreuung. Auch dieser muss nicht zurückgezahlt werden!

Weitere Informationen auf den Bundesseiten des Familien-Wegweisers:BAföG: Unterstützung für Schwangere und Auszubildende mit Kindern

Elterngeld

Auch Auszubildende haben nach der Geburt ihres Kindes Anspruch auf Elterngeld – und zwar auf mindestens 300 Euro im Monat innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate ihres Kindes (nehmen beide Eltern das Elterngeld in Anspruch, verlängert sich die Zeit, in der Elterngeld für das Kind gezahlt wird, auf 14 Monate, auch Alleinerziehende haben Anspruch auf 14 Monate Elterngeld). Voraussetzung: Das Kind muss mit Mutter und oder Vater in einem Haushalt in Deutschland leben. Elterngeld wird sowohl gezahlt wenn Mutter oder Vater ihre Ausbildung unterbrechen, als auch wenn sie ihre Ausbildung in den ersten zwölf (beziehungsweise 14) Lebensmonaten ihres Kindes in Teilzeit fortsetzen. Auch wenn eine Ausbildung in vollem Umfang fortgesetzt und die Ausbildungsvergütung unverändert fortgezahlt wird, erhält der Elternteil den Mindestbetrag an Elterngeld in Höhe von zurzeit 300 Euro.

Weitere Informationen auf den Bundesseiten des Familien-Wegweisers: Elterngeld für Studierende und Eltern in Ausbildung

Kindergeld

Wie andere Eltern auch, erhalten Auszubildende Kindergeld. Informationen dazu sind ausführlich bei den Beschäftigten erläutert.


Beratung

Persönliche Beratung und Information gibt der Geschäftsbereich Personal: Informationsangebot für Auszubildende oder das Familien-Servicebüro.

Die Bundesseite www.familien-wegweiser.de gibt Auskunft unter verschiedenen Stichwörtern.

 

 

 

Angebote

  • Projekt "Mein Papa liest auch vor"
    Vorleseprojekt der Stiftung Lesen. Lesen Sie mehr...

    Angebote für Kinder und Jugendliche in Kiel: Kiel Magazin

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Aktuelles

  • Ausweitung des Mutterschutzes auf Schülerinnen und Studentinnen Link zum Bundesministerium

    Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen 2018/2019 in Kiel: Lesen Sie mehr...

    Ab 1. Juli 2017 wird der Unterhaltsvorschuss bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt Lesen Sie mehr...

    Elterninformation über die Erhöhung der Einkommensgrenzen zur Berechnung von Ermäßigungen der Betreuungsgebühren ab 01.01.2017: hier

    Verbesserte Familienleistungen ab 2017: Link zum Bundesministerium

    Informationen zum neuen Kita Geld ab 01.01.2017: Lesen Sie mehr...

    Das neue ElterngeldPlus für Geburten ab dem 01.07.2015. Lesen Sie mehr...

     

     

Kontakt

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