Familien-Service

FAQ zu Regelungen bei befristeten Arbeitsverträgen

Wann ist mein Arbeitsvertrag um ausgefallene Zeiten durch z.B. Mutterschutz oder Elternzeit verlängerbar und wann nicht?

Der Arbeitsvertrag ist verlängerbar, wenn Sie nach §2 Abs (1) Wissenschaftszeitvertragsgesetz befristet beschäftigt sind. Grundlage der Verlängerung ist §2 Abs. 5 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Ebenfalls verlängerbar sind befristete Beamtenverhältnisse.

Andere befristete Arbeitsverträge und auch solche für überwiegend drittmittelbeschäftigtes wissenschaftliches Personal mit  Befristungsgrund nach §2 Abs. 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz verlängern sich nicht.
Ihr Arbeitsverhältnis endet normal zum Vertragsende. Es endet auch, wenn Sie sich in der Schwangerschaft, im Mutterschutz oder in der Elternzeit befinden.

Ich bin überwiegend Drittmittelbeschäftigt und nach §2 Abs. 2 des WissZeitVG befristet. Warum kann mein Arbeitsvertrag nicht um Ausfallzeiten aus familiären Gründen verlängert werden?

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen wissenschaftlicher Qualifizierungsphase und Aufgaben für ein Drittmittelprojekt. Die Verlängerungsmöglichkeit wurde vom Gesetzgeber wegen der Doppelbelastung von familiären Aufgaben und wissenschaftlicher Qualifizierung eingeführt. Bei Drittmittelbeschäftigten steht nach Meinung des Gesetzgebers jedoch das Drittmittelprojekt und nicht die Qualifizierung im Vordergrund. Daher ist eine Verlängerung des Arbeitsvertrages um Ausfallzeiten durch z.B. Mutterschutz und Elternzeit nicht vorgesehen.

Mein Arbeitsvertrag ist nicht verlängerbar und endet während des Bezugs von Elterngeld . Wird das Elterngeld weiter gezahlt?

Ja. Endet Ihr Vertrag während des Bezugs von Elterngeld wird das Elterngeld weiter in der zuvor berechneten Höhe ausgezahlt. Auch wenn Sie nicht mehr an der CAU angestellt sind, wird als Berechnungsgrundlage der Nettolohn der 12 Monate vor der Elternzeit zugrunde gelegt.

Kann ich als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler nur nach dem WissZeitVG befristet beschäftigt werden?

Nein. Die Regelungen des allgemeinen Arbeitsrechts, die für alle Beschäftigungsbereiche in Deutschland gelten, sind daneben anwendbar. Daher kann ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin auch z.B. nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz befristet beschäftigt werden. Ohne Sachgrund für die Beschäftigung allerdings nur, wenn bei dem Arbeitgeber zuvor kein Beschäftigungsverhältnis bestanden hat. Nach Ausschöpfung der Qualifikationszeit ist an Deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen i.d.R. nur noch die befristete Beschäftigung gem. § 2 Abs. 2 WissZeitVG möglich.

Hier geht es zu FAQ zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz auf den Seiten des Bundes

 

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