Familien-Service

Informationen für Lehrende

Lehrende nehmen an der CAU gleich mehrere Rollen ein. Sie haben womöglich eigene Familienpflichten, tragen in den meisten Fällen Personalverantwortung und haben Verantwortung gegenüber den Studentinnen und Studenten der CAU. Auf letztere konzentriert sich diese Seite. Sie gibt Hilfestellung und Tipps, wie sie Studierenden mit Familienpflichten gerecht werden können.
 

Familiengerechte Lehre - was heißt das eigentlich?

Abklären von etwaigen Gefährdungen

Ist Lehrenden eine Schwangerschaft einer Studentin oder Praktikantin bekannt, muss seit 01.01.2018 das Mutterschutzgesetz parallel zu anderen Regelungen (z.B. Gefahrstoffverordnung, Strahlenschutzverordnung) angewendet werden. Es muss mittels einer Gefährdungsbeurteilung abgeklärt werden, ob bei Veranstaltungen – zum Beispiel bei solchen, die im Labor stattfinden – eine Gefährdung der Schwangeren besteht. Ist dies der Fall, muss gegebenenfalls ein Verbot der Teilnahme an der Lehrveranstaltung ausgesprochen werden.

Unterstützung bei der Studienverlaufsplanung

Lehrende sollen Studierende mit Familienpflichten bei Bedarf aktiv bei der Erarbeitung eines individuellen Studienverlaufsplans unterstützen
(ggf. in Zusammenarbeit mit den Studienfachberater/innen).

Nachteilsausgleich für Studierende in besonderen Lebenslagen

Können Studierende wegen Schwangerschaft oder Erkrankung des Kindes beziehungsweise Pflege eines nahen Angehörigen (geeigneter Nachweis muss erbracht werden) z.B. ihre Anwesenheitspflicht zu einzelnen Terminen nicht erfüllen oder einen Prüfungstermin nicht wahrnehmen, greift der in der Prüfungsverfahrensordnung verankerte Nachteilsausgleich. Die Teilnahme an Lehrveranstaltungen an gewünschten Terminen soll ermöglicht und die Bearbeitungszeit von Prüfungsleistungen kann auf Antrag verlängert werden. Weitere Informationen hier...

Angebot von E-Learning & Co.

Die fortschreitende Digitalisierung ist bei der Unterstützung von Studierenden mit Familienverantwortung von Vorteil. So gibt es heute diverse Möglichkeiten, Studierende an Lehrveranstaltungen teilhaben zu lassen, ohne dass diese persönlich vor Ort sein müssen. E-Learning oder Tonmitschnitte sind nur zwei der Möglichkeiten, die genauso vielseitig sind wie die Lehrmethoden selbst.

 

Beispiele zur organisatorischen Unterstützung


Lehrende können schwangere Studentinnen und Studierende mit Familienpflichten auf viele verschiedene Arten unterstützen. Nachfolgend sind nur einige wenige Möglichkeiten exemplarisch dargestellt.

Wenn möglich sollte mindestens eine Pflichtveranstaltung, die in einem Semester in mehreren Gruppen zu verschiedenen Zeiten angeboten wird, im Zeitfenster von 8 bis 16 Uhr stattfinden. Ein Kontingent an Plätzen sollte Studierenden mit Familienpflichten dafür bevorzugt angeboten werden.

Müssen Schwangere oder Studierende mit Familienpflichten ein Praktikum absolvieren, sollen Lehrende ihnen die Möglichkeit eines Teilzeitpraktikums oder die Stückelung des Praktikums anbieten.
 

Gut zu wissen


Das Mutterschutzgesetz
... gilt ab 01.01.2018 auch für Studentinnen und Praktikantinnen. Es gilt "soweit die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt". Schwangere und stillende Studentinnen können auf Ihren Wunsch hin Lehrveranstaltungen auch während der Schutzfristen besuchen.

Link zum Gesetz, eine Lesefassung liegt noch nicht vor: Link Mutterschtuzgesetz

Gesetze mit Schutzbestimmungen für werdende und stillende Mütter (z.B. Gefahrstoffverordnung, Strahlenschutzverordnung) gelten parallel und müssen mit Bekanntgabe der Schwangerschaft von Lehrenden der Universität eingehalten werden. Diese können die Teilnahme am Studium und an Praktika einschränken.

Eine Anzeigepflicht der Schwangerschaft bei der oder dem Lehrenden, gibt es nicht. Die Studentin "soll" jedoch ihre Schwangerschaft bzw. das Stillen in ihrem eigenen Interesse bekannt geben. Sollte ihnen eine Schwangerschaft oder das Stillen angezeigt werden, ist die Studentin darauf hinzuweisen, dass sie dies verpflichtend ebenfalls dem Studierendenservice bekannt geben muss. Gegebenenfalls ist eine Gefährdungsbeurteilung zu veranlassen.

Viele studierende Eltern
… nehmen ganz bewusst kein Urlaubssemester und verschweigen ihre Familienpflichten um etwaige Nachteile im Studium zu vermeiden. Eine Atmosphäre von Verständnis und Toleranz  gegenüber Studierenden mit Kindern oder Pflegeaufgaben zu schaffen gehört an einer familienfreundlichen Hochschule zur gelebten Kultur auf allen Ebenen und ist auch Aufgabe der Lehrenden.

Eine Regelung
… welche die Mitnahme von Kindern in eine Lehrveranstaltung untersagt, gibt es an der CAU nicht. Kinder dürfen in die Lehrveranstaltung mitgenommen werden, solange sie sich ruhig verhalten und keine Gefahr für das Kind besteht (Labore sind z.B. ausgeschlossen). Hier setzt die CAU Toleranz des Lehrpersonals voraus.

Beratungsstellen für Studierende mit Familienpflichten
… gibt es beim Studentenwerk, dem AStA und dem Familien-Service der CAU. Ein Hinweis auf diese ist in der Veranstaltung oder auf dem schwarzen Brett schnell gemacht. Kompaktinformationen für Studierende mit Familienaufgaben finden sich auf den Seiten des Familien-Service. Vom Studentenwerk gibt es die Broschüre „Studieren mit Kind“.

Die Familienbeauftragten
…der Fakultäten unterstützen Lehrende und Studierende bei spezifischen Fragen und Problemstellungen im jeweiligen Bereich. Die Kontaktdaten der Familienbeauftragten finden sie hier.

 

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