Familien-Service

Informationen für Beschäftigte, Beamte und Beamtinnen

Informationen für Beschäftigte

Mutterschutz und Mutterschaftsgeld

Bitte beachten Sie die Informationen auf dieser Seite Mutterschutz und Mutterschaftsgeld

Außerdem befindet sich im Uni Hochhaus (Christian-Albrechts-Platz 4, R. 707a) ein Ruhe-/Liegeraum, der von allen Beschäftigten im Uni Hochhaus genutzt werden kann.

Anmeldung des neugeborenen Kindes

Neugeborene müssen innerhalb einer Woche nach der Geburt beim Standesamt des Geburtsorts angemeldet werden. Hier wird auch die Geburtsurkunde ausgestellt, die für viele weitere Anträge (wie zum Beispiel den Antrag auf das Kindergeld) erforderlich ist. Die dafür notwendige Geburtsbescheinigung wird in der Klinik ausgestellt. Immer mehr Kliniken übernehmen inzwischen die Anmeldung für ihre Patientinnen und unterstützen damit die junge Familie. Anmeldung Geburt Stadt Kiel

Rückkehrgespräch

Bevor Sie wieder zu arbeiten beginnen ist es sinnvoll sich mit seinem Vorgesetzten / seiner Vorgesetzten, der Arbeitsgruppe etc. zu einem Rückkehrgespräch zu treffen. So kann der Ablauf des Wiedereinstiegs konkret geplant werden.

Stillzeiten

Nach Ablauf der Schutzfrist beziehungsweise der Elternzeit können Mütter an der CAU, zusätzlich zu den festgesetzten Ruhepausen, Stillzeiten verlangen. Diese belaufen sich laut Mutterschutzgesetz beziehungsweise Mutterschutzverordnung auf zweimal eine halbe Stunde beziehungsweise einmal eine ganze Stunde täglich. Die Stillzeiten dürfen nicht vor- oder nachgearbeitet werden oder auf die vorgeschriebenen Ruhepausen angerechnet werden. Auch darf der Mutter durch die Stillzeiten kein finanzieller Nachteil entstehen.

Krankenversicherung

Nach der Geburt sollten sich Eltern zeitnah um eine Krankenversicherung für ihr Kind bemühen und sich frühzeitig bei Ihrer Krankenkasse beraten lassen.
Bei Inanspruchnahme von Elternzeit können sich Änderungen in der Krankenversicherung ergeben.

Elternzeit

Weitere Informationen erhalten sie hier: Elternzeit und Elterngeld
 

Kinderbetreuung

Wer unmittelbar nach der Schutzfrist wieder in den Beruf zurückkehren möchte oder nur eine sehr kurze Elternzeit nehmen will, sollte sich so früh wie möglich um eine Kinderbetreuung bemühen. Zwar hat seit dem 1. August 2013 jedes Kind in Deutschland ab einem Alter von 12 Monaten einen Rechtsanspruch auf Betreuung, der durch einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege erfüllt werden kann. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass jedes Kind auch den Betreuungsplatz bekommt, den sich seine Eltern wünschen. Das Problem: Nach wie vor gibt es zu wenige Plätze.

Bitte denken Sie auch rechtzeitig daran, Ihr Kind für einen Elementarplatz anzumelden. Freie Plätze nach der Sommerschließung werden in der Regel im Winter davor vergeben, bitte erkundigen Sie sich in den für Sie in Frage kommenden Einrichtungen; die Universität verfügt nur über sehr wenige Elementarplätze, Sie sollten daher schwerpunktmäßig außerhalb der Universität suchen.

Detaillierte Informationen zu den Kinderbetreuungsmöglichkeiten an der CAU

Freistellung/ Kind krank

Gesetzlich Krankenversicherte mit Kindern, die ebenfalls gesetzlich versichert sind, haben Anspruch auf unbezahlte Arbeitsbefreiung bei gleichzeitigem Bezug von Krankengeld (hier auch Kinderkrankengeld genannt), wenn nach ärztlichem Zeugnis eine Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes notwendig ist, welches das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Zudem darf keine andere im Haushalt lebende Person das Kind während dessen beaufsichtigen, betreuen oder pflegen.

Das Kinderkrankengeld kann im Kalenderjahr für höchstens 10, bei Alleinerziehenden für höchstens 20 Tage pro Kind beansprucht werden. Insgesamt darf der oder die Versicherte die unbezahlte Arbeitsbefreiung für maximal 25 Arbeitstage, bei Alleinerziehenden für höchstens 50 Arbeitstage in Anspruch nehmen. In bestimmten schwerwiegenden Fällen kann der Anspruch verlängert werden.

Sollte obiger Anspruch im laufenden Kalenderjahr nicht bestehen, greift in der Regel der Anspruch auf bezahlte Freistellung vom Dienst (nach § 29 TV-L) für bis zu vier Tage bei schwerer Erkrankung eines Kindes, dass das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, falls eine andere Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und ein Arzt die notwendige Anwesenheit der/des Beschäftigten zur Betreuung bescheinigt. Bei Kindern unter 8 Jahren kann auch die schwere Erkrankung einer Betreuungsperson (z.B. nicht erwerbstätiger Partner, Tagesmutter) eine Arbeitsbefreiung nach sich ziehen.  

Beschäftigte, die kein Kinderkrankengeld erhalten, haben  die Möglichkeit, sich ohne Fortzahlung des Entgeltes freistellen zu lassen. Die Dauer ist analog zum oben beschriebenen Bezug des Kinderkrankengelds. Die Freistellung erfolgt durch die Personalabteilung.

Kind krank nach Dienstantritt

Müssen an der CAU an der Zeiterfassung teilnehmende Erziehungsberechtigte wegen ihres erkrankten Kindes den Dienst abbrechen, so können diese in der Zeiterfassung "Kind krank nach Dienstantritt" eintragen. Bei Vorlage eines ärztlichen Attests (siehe unter Kind krank) wird der Stundenausfall an diesem Tag gut geschrieben.

Finanzielle Unterstützung

Mutterschaftsgeld

Informationen finden Sie auf der Seite Mutterschutz und Mutterschaftsgeld
 

Elterngeld

Grundsätzlich: Lassen Sie sich bei der zuständigen Elterngeldstelle vor der Beantragung auf Elterngeld persönlich beraten!

Informationen zum Elterngeld finden Sie auf der Seite Elterngeld
 

Kindergeld

Informationen finden Sie auf der Seite Kindergeld
 

Kinderzuschlag

Geringverdienende Eltern können ggf. den Kinderzuschlag beantragen. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Kita-Geld

Das Land Schleswig-Holstein führt ab 01.01.2017 das sogenannte Kita-Geld ein. Das Kita-Geld unterstützt Eltern von bis zu drei Jahre alten Kindern mit einem Zuschuss zu den Betreuungsgebühren des Kindes, wenn das Kind in Schleswig-Holstein gemeldet ist und in einer öffentlich geförderten Kindertagesstätte oder von einer öffentlich geförderten Tagespflegeperson betreut wird. Der Zuschuss hängt von den tatsächlich gezahlten Betreuungskosten ab und kann bis zu 100 Euro betragen. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Landes Schleswig-Holstein  und unter Kita-Geld: FAQ.

Rente

Die gesetzliche Rentenversicherung sichert die Zeiten der Kindererziehung ab. Bleibt ein Elternteil zunächst zu Hause und zahlt keine eigenen Beiträge mehr ein, erfolgt dennoch eine Anrechnung der Kindererziehungszeit auf die Rente.

Hier gelangen Sie auf die Seite der Deutschen Rentenversicherung

und erhalten weitere Informationen.

Finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende

Wenn das Kind keinen, beziehungsweise zu wenig oder zu spät Unterhalt vom anderen Elternteil erhält, kann ggf. der Unterhaltsvorschuss in Anspruch genommen werden. Informationen zum Unterhaltsvorschuss finden Sie auf den Seiten des Familienportals.

Finanzielle Unterstützung für ausländische Beschäftigte

Ausländische Beschäftigte der CAU haben aufgrund Ihres Aufenthaltstitels nicht immer die Möglichkeit, finanzielle Leistungen zu beantragen. die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat ein Faltblatt herausgegeben in dem Aufenthaltstitel und sich daraus ergebende Berechtigungen aufgeführt sind. Das Faltblatt kann auf dieser Seite der HRK heruntergeladen werden: Seite HRK 
Beschäftigte können dazu eine persönliche Beratung durch den Familien-Service oder das International Center in Anspruch nehmen.

Flexible Arbeitszeitmodelle an der CAU

Variable Arbeitszeit

Zur variablen Arbeitszeit wurde an der CAU eine Dienstvereinbarung für das technisch-administrative Personal geschlossen. Die variable Arbeitszeit ermöglicht eine flexiblere Gestaltung des Arbeitsalltags und unterstützt dadurch wesentlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Unter dem Punkt „Dienstvereinbarungen“ können sich Beschäftigte auf der Seite des Geschäftsbereichs Personal dazu informieren.

Teilzeitarbeit

An der CAU können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die länger als sechs Monate beschäftigt sind, einen Antrag auf Teilzeitarbeit stellen, wenn sie ein Kind unter 18 Jahren betreuen. Der Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit wird über die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten an die jeweils zuständige Stelle im Geschäftsbereich Personal gestellt.

Bei der Teilzeitregelung muss die Verteilung der Arbeitszeit schriftlich mit der Universität vereinbart werden. Hierbei soll der Arbeitgeber nach Möglichkeit den Wünschen der Beschäftigten entsprechen – es sei denn, es sprechen dringende betriebliche oder dienstliche Gründe gegen eine Teilzeitregelung (zum Beispiel wenn die Tätigkeit nicht in Teilzeit erbracht werden kann). 

Auf Wunsch der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers kann die Dauer der Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen auf bis zu fünf Jahre befristet werden. Nach Ablauf dieser Zeit entsteht automatisch wieder ein Beschäftigungsverhältnis im vorherigen Umfang. Ist die Teilzeitbeschäftigung nicht befristet vereinbart, ist die Rückkehr zum ursprünglichen Umfang der Beschäftigung nur mit Zustimmung der Universität möglich (Stellenhülse muss vorhanden sein!).

Beschäftigte sollten beachten, dass Teilzeitarbeit Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) verringert.

Für Beamtinnen und Beamte gelten andere Regelungen. 

Alternierende Wohnraumarbeit

Für das technisch-administrative Personal der CAU besteht unter Umständen die Möglichkeit zur so genannten alternierenden Wohnraumarbeit als Alternative zur bestehenden Form der Arbeitsgestaltung. Alternierende Wohnraumarbeit bedeutet, regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit zu einem gewissen Anteil zu Hause zu erbringen, vorausgesetzt, die häusliche Arbeitsstätte ist durch elektronische Kommunikationsmittel mit der Dienststelle verbunden und die Dienstaufgaben lassen eine entsprechende Verlagerung der Tätigkeiten zu.

Unter dem Punkt „Dienstvereinbarungen“ können sich Beschäftigte über die Voraussetzungen und Möglichkeiten informieren. Mehr...

Sonderurlaub

Die Dienstvereinbarung zwischen dem Präsidium, dem Personalrat, sowie dem Personalrat (W) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel regelt die Beanspruchung von Sonderurlaub gemäß § 28 TV-L.

Hier finden Sie die Dienstvereinbarung zur Beanspruchung von Sonderurlaub zur Betreuung von Kindern unter 18 Jahren oder zur Pflege von Angehörigen.

Sabbatjahr-Modell

An der CAU haben unbefristet Beschäftigte, die nach dem Tarifvertrag für die Länder (TV-L) beschäftigt sind, die Möglichkeit Zeit anzusparen, um ein „Sabbatjahr“ zu nehmen, wenn dienstliche oder personalwirtschaftliche Gründe dem nicht entgegenstehen. Das Sabbatjahr muss arbeitsvertraglich vereinbart werden. Eine individuelle Beratung im Geschäftsbereich Personal ist erforderlich. Hier finden Sie die gesetzliche Grundlage (Vereinbarung nach § 59 Mitbestimmungsgesetz, MBG Schl.H., über Teilzeitbeschäftigung in Form eines Sabbatjahres für Landesbedienstete)

Checkliste für Beschäftigte

 

Informationen für Beamte und Beamtinnen

Die Regelungen für Beamtinnen und Beamte, die an der CAU beschäftigt sind, stimmen im Wesentlichen mit den Regelungen für Beschäftigte überein. Folgende Abweichungen gilt es dennoch zu beachten:

Mutterschutz

Während der Schutzfristen vor und nach der Geburt bekommen Beamtinnen kein Mutterschaftsgeld, sondern ihre regulären Bezüge. Beamtinnen auf Zeit können an der CAU eine Verlängerung ihres Dienstverhältnisses um die Zeit der Beschäftigungsverbote vor und nach der Geburt im Geschäftsbereich Personal beantragen.

Elternzeit

Anspruch auf Elternzeit besteht für alle Beamtinnen und Beamte. Auch ist eine Reduzierung der Arbeitszeit während der Elternzeit möglich (siehe Teilzeitarbeit).

Für Beamtinnen und Beamte gelten in puncto Elternzeit im Wesentlichen dieselben Regelungen wie für Beschäftigte (siehe dort). Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem Beschäftigungsverhältnis als Beamtinnen oder Beamte auf Zeit stehen können darüber hinaus, ähnlich wie beim Mutterschutz, eine Verlängerung ihres Dienstverhältnisses im Geschäftsbereich Personal beantragen. Diese Verlängerung erfolgt in dem Umfang, in dem die Beamtin oder der Beamte aufgrund der Elternzeit nicht erwerbstätig war. Auch muss die Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit verringert worden sein. Insgesamt darf die Verlängerung nicht länger sein als vier Jahre, auch dann nicht, wenn sie mit anderen Verlängerungen zusammentrifft (wie zum Beispiel der Beurlaubung für eine wissenschaftliche Tätigkeit).

Krankenversicherung

Auch Beamtinnen und Beamte sollten frühzeitig klären, ob sich durch Mutterschutz und Elternzeit eine Veränderung bei ihrer Krankenversicherung oder Beihilfe ergibt. Ebenso muss die Krankenversicherung des Kindes geklärt werden. Eine Beratung durch die Krankenkasse sollte in jedem Fall in Anspruch genommen werden.

Sonderurlaub

Bei schwerer Erkrankung von Angehörigen, die im selben Haushalt wohnen, ist ein Tag Sonderurlaub im Kalenderjahr (bei erkrankten Kindern unter zwölf Jahren oder mit Behinderung 10 Tage; bei Alleinerziehenden 20 Tage) möglich. Die unerlässliche Pflege oder Betreuung des oder der Erkrankten muss dabei ärztlich bescheinigt werden und eine andere Person darf zu diesem Zweck nicht zur Verfügung stehen.

Sonderurlaub soll auch zur Betreuung eines Kindes, welches das achte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen Behinderung pflegebedürftig ist, bis zu zwei Arbeitstagen im Kalenderjahr bewilligt werden. Eine andere Person darf zur Betreuung nicht zur Verfügung stehen. 

Auch bei der Erkrankung der Betreuungsperson soll unter bestimmten Voraussetzungen Sonderurlaub gewährt werden. 

Während des Sonderurlaubs werden die Bezüge in der Regel weiter gezahlt.

Urlaub ohne Dienstbezüge

Beamtinnen und Beamte, die Angehörige pflegen und / oder ein Kind unter 18 Jahren betreuen, können bis zu 15 Jahre Urlaub ohne Dienstbezüge beantragen. Bei der Pflege von Angehörigen ist ein ärztliches Gutachten der Pflegebedürftigkeit der zu betreuenden Person vorzulegen. Zwingende dienstliche Belange dürfen der Beurlaubung nicht entgegenstehen.

Teilzeitarbeit

Beamtinnen und Beamten mit Dienstbezügen soll auf Antrag eine Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Diese Teilzeitbeschäftigung kann auch aus anderen als familiären Gründen beantragt werden und ist ohne zwingende zeitliche Beschränkung.

Darüber hinaus ist auf Antrag bei Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen eine Teilzeitbeschäftigung zwischen dreißig und fünfzig Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit zu gewähren, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen und eine Teilzeitbeschäftigung von 50% oder mehr der regelmäßigen Arbeitszeit zu gewähren, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Die Teilzeitbeschäftigung aufgrund familiärer Belange kann für maximal 15 Jahre gewährt werden.

Beamtinnen und Beamten auf Widerruf mit Anwärterbezügen kann aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen für maximal 15 Jahre eine Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen. 

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem Dienstverhältnis auf Zeit stehen und die ihre Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen verringert haben, können ihr Dienstverhältnis um die verringerte Zeit verlängern. Eine Verlängerung ist maximal um bis zu zwei Jahre möglich. Der Antrag wird im Geschäftsbereich Personal gestellt.

Familienpflegezeit für Beamtinnen und Beamte

Zurzeit ist es für Landesbeamtinnen und Landesbeamte nicht möglich, Familienpflegezeit für nahe Angehörige in Anspruch zu nehmen. Es gibt jedoch Bestrebungen des Landes Schleswig-Holstein, diesbezüglich für die Beamtinnen und Beamten etwas zu ändern.
 

Weitere Informationen für Beamte und Beamtinnen bietet der Geschäftsbereich Personal.

Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren

Verschiebung der Zwischenevaluation 

Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, die an der CAU als Beamtinnen und Beamte auf Zeit angestellt sind, haben einen Anspruch auf Verlängerung ihres Dienstverhältnisses um die Ausfallzeiten durch Mutterschutz, Elternzeit und Teilzeit aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen (siehe oben). Sie können selbst entscheiden, ob Sie den Anspruch umsetzen wollen. Bei einer Verlängerung kann an der CAU zudem der Zeitpunkt der Zwischenevaluation parallel bis zum Ende des Verlängerungsvertrags verschoben werden. Voraussetzung ist die Absprache mit dem zuständigen Dekanat.

 

Befristete Arbeitsverträge und Option zur Verlängerung der Qualifikationszeit

FAQ

Regelungen bei befristeten Arbeitsverträgen

Ist ihr Arbeitsverhältnis befristet und Sie haben Ausfallzeiten wegen Familienaufgaben ist entscheidend nach welchem Gesetz und Befristungsgrund Ihr Arbeitsverhältnis abgeschlossen wurde. Manche Verträge können um die Ausfallzeiten verlängert werden, andere nicht.

Verlängert werden können folgende Verträge / Dienstverhältnisse


1. Dienstverhältnis der Beamten und Beamtinnen

Siehe unter der Rubrik Mutterschutz und Elternzeit bei Informationen für Beamte und Beamtinnen.

2. Verträge die nach § 2 Abs.1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) befristet sind

Der Vertrag wird verlängert, wenn aus unten genannten Gründen Ausfallzeiten entstanden sind. Dies gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte.

  • Mutterschutz oder ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz
  • Elternzeit (Verlängerung in dem Umfang in dem eine Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist)
  • Beurlaubung oder Arbeitszeitreduzierung um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Pflege oder Betreuung eines oder mehrer Kinder unter 18 Jahren,
  • Beurlaubung oder Arbeitszeitreduzierung um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Pflege oder Betreuung eines sonstigen Angehörigen
  • Freistellung im Umfang von mindestens einem Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Wahrnehmung von Aufgaben in einer Personal- oder Schwerbehindertenvertretung oder von Aufgaben einer/s Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten oder zur Ausübung eines mit dem Arbeitsverhältnis zu vereinbarenden Mandats
  • Beurlaubung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit oder eine außerhalb des Hochschulbereichs oder im Ausland durchgeführte wissenschaftliche, künsterische oder berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung
  • Grundwehr- und Zivildienst

 

Auf die Verlängerung des Vertrags um die zuvor ausgefallenen Zeiten besteht ein Rechtsanspruch nach § 2 Abs. 5 WissZeitVG. Achtung: Voraussetzung für die Vertragsverlängerung ist, dass die Beschäftigten ihr Einverständnis bis zum vereinbarten regulären Vertragsende dem Arbeitgeber bekannt geben. Die Verlängerungen sollen, außer zum Beispiel bei Ausfallzeiten durch Beschäftigungsverbote nach dem Mutterschutzgesetz und Elternzeit, die Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten. Sie werden nicht auf die zulässige Höchstbefristungsdauer angerechnet.
Treten während der Vertragsverlängerung erneut Ausfallzeiten aus den oben genannten Gründen auf, hat die Mitarbeiterin beziehungsweise der Mitarbeiter Anspruch auf eine weitere Verlängerung des Arbeitsvertrags.

Ein Beispiel:

Ein Beschäftigter ist nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG an der CAU befristet angestellt. Sein Vertrag endet regulär am 31. Juli. Er möchte sechs Monate Elternzeit nehmen, vom 1. April bis zum 30. September.

Zunächst wird ihm Elternzeit für seinen bestehenden Vertrag für vier Monate, vom 1. April bis zum 31. Juli gewährt. Mit seinem Einverständnis wird sein Vertrag um die ausgefallene Zeit bis zum 30. November um vier Monate verlängert. Während dieser Verlängerung ist er die ersten beiden Monate außerdem noch in Elternzeit. Er hat also erneut zwei Monate Ausfallzeit, um die sein Vertrag noch einmal bis zum 31. Januar des Folgejahres verlängert wird.

Vertragsverlängerungen durch familienbedingte Ausfallzeiten nach dem WissZeitVG  können mit Verlängerungszeiten auf Grundlage der familienpolitischen Komponente (siehe unten) kombiniert werden.

Der Geschäftsbereich Personal der CAU hat ein  Informationsangebot für wissenschaftliches Personal bereitgestellt.

Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge

Alle anderen befristeten Arbeitsverträge, darunter auch Verträge für drittmittelbeschäftigtes wissenschaftliches Personal mit Befristungsgrund nach § 2 Abs. 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) und andere Verträge nach TV-L, z.B. nach Teilzeit- und Befristungsgesetz. Das Arbeitsverhältnis endet zum Vertragsende, auch dann, wenn das Ende innerhalb der Schwangerschaft, des Mutterschutzes oder innerhalb der Elternzeit liegt.

Wird eine Frau, deren Arbeitsverhältnis beendet war, innerhalb eines Jahres nach der Entbindung in ihrem alten Betrieb erneut eingestellt, gilt das Arbeitsverhältnis hinsichtlich der Betriebs- oder Berufszugehörigkeit als nicht unterbrochen.

Anschlussverträge bei Vorliegen von Schwangerschaft, Mutterschutz oder Elternzeit

Enden befristete Arbeitsverhältnisse während einer Schwangerschaft, des Mutterschutzes oder einer Elternzeit, kann ungeachtet dessen ein Anschlussvertrag geschlossen werden. Es ist unzulässig, einen Anschlussvertrag nur aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft, eines Mutterschutzes oder einer Elternzeit nicht zu gewähren (§ 3 Absatz 1 AGG).

Verlängerung der Qualifikationszeit (familienpolitische Komponente)

Die mögliche Befristungsdauer während der Qualifikationszeit ist nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz wie folgt definiert: Die Befristung von Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem Personal , das nicht promoviert ist, ist bis zu einer Dauer von sechs Jahren möglich (im Bereich der Medizin neun Jahre). Nach abgeschlossener Promotion ist ebenfalls eine Befristung bis zu sechs Jahren (im Bereich der Medizin bis zu neun Jahren) zulässig; die zulässige Befristungsdauer verlängert sich in dem Umfang, in dem Zeiten einer Beschäftigung vor Promotion und Promotionzeiten ohne Beschäftigung zusammen weniger als sechs Jahre betragen haben (sog. Bonuszeit).

Zur oben genannten Befristungsdauer gibt es für Eltern die Option auf Verlängerung durch die familienpolitische Komponente. Mit der familienpolitischen Komponente soll der Dreifachbelastung mit Dienstleistung im Arbeitsverhältnis, wissenschaftlicher Qualifizierung und Kinderbetreuung Rechnung getragen werden. Sie gilt nur für Angestellte nach §2 Abs. 1 WissZeitVG. Sie erlaubt beiden Elternteilen eine Verlängerung der Qualifikationszeit und damit der Befristung um höchstens zwei Jahre pro Kind für dessen Betreuung im gemeinsamen Haushalt. Dies gilt für neu abgeschlossene Beschäftigungsverhältnisse genauso wie für bereits bestehende.

Die Regelung ist eine Verlängerungsoption für die Universität und das beschäftigte wissenschaftliche Personal über die Regelhöchstfrist hinaus und setzt das Einverständnis beider Vertragsparteien voraus („Kann-Regelung“). Eine automatische Verlängerung erfolgt nicht. Auch liegt es im Ermessen der Universität, die Dauer der Verlängerung festzulegen. Diese muss nicht volle zwei Jahre betragen! Nach Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung sollte der Zusammenhang zwischen der zeitlichen Belastung durch die Kinderbetreuung und der Verlängerung des Arbeitsverhältnisses allerdings angemessen sein, es besteht aber kein direkter Zusammenhang zu tatsächlichen Ausfallzeiten.

Ein Beispiel:
Eine nach ihrer Promotion Beschäftigte (Postdoc) hat das Ende ihrer Qualifikationszeit (12 beziehungsweise in der Medizin 15 Jahre) erreicht. Als Doktorandin hat sie ein Kind mehrere Jahre im eigenen Haushalt erzogen. Wenn sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte einverstanden sind, kann die Mitarbeiterin für bis zu zwei Jahre weiter befristet beschäftigt werden.

Vertragsverlängerungen durch familienbedingte Ausfallzeiten nach dem WissZeitVG (siehe oben) können mit Verlängerungszeiten auf Grundlage der familienpolitischen Komponente kombiniert werden.

In Zusammenhang mit dem oben genannten Beispiel bedeutet das, dass bei Einverständnis der Beschäftigten der Arbeitsvertrag in der Promotionsphase zunächst um die Ausfallzeit durch die Elternzeit verlängert wurde. Zusätzlich kann der aktuelle Arbeitsvertrag der Beschäftigten in der Postdoc-Phase am Ende der Qualifikationszeit noch um bis zu zwei Jahre verlängert werden, wenn Mitarbeiterin und Arbeitgeber einverstanden sind.

Zu bedenken ist, dass auf die Höchstbefristungsdauer auch Zeiten nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG anzurechnen sind, so dass eine Verlängerung der Höchstbefristungsdauer aufgrund der familienpolitischen Komponente gegebenenfalls nicht zum Tragen kommt, wenn nach Ablauf der 12 beziehungsweise
15 Jahre bereits Befristungen aufgrund von § 2 Abs. 2 WissZeitVG stattfanden.

Ein Antragsformular zur Erklärung der Verlängerung der Qualifikationsphase finden sie auf den Seiten des Geschäftsbereichs Personal unter
Formulare Tarifangelegenheiten.

 

Förderung

UNESCO und L'Oréal Deutschland

Die deutsche UNESCO-Kommission und L'Oréal Deutschland fördern in Partnerschaft mit der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung jährlich exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kindern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fwis-programm.de

Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung

Die im Jahre 2004 gegründete Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung unterstützt begabte junge Wissenschaftlerinnen mit Kindern, um ihnen die für eine wissenschaftliche Karriere erforderliche Freiheit und Mobilität zu verschaffen. Sie richtet sich an Doktorandinnen in einem Fach der experimentellen Naturwissenschaften oder der Medizin.
Weitere Informationen finden Sie unter www.cnv-stiftung.de

 

Angebote

  • Projekt "Mein Papa liest auch vor"
    Vorleseprojekt der Stiftung Lesen. Lesen Sie mehr...

    Angebote für Kinder und Jugendliche in Kiel: Kiel Magazin

    KIEL FÜR NIX: Kostenfreie Informations- und Beratungsangebote rund um Soziales, Freizeit und Kultur in Kiel. Mehr

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Aktuelles

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