Familien-Service

Arbeitsvertragliche Regelungen

Die Vereinbarkeit von Familie mit Beruf wird durch mehrere arbeitsvertragliche Regelungen und CAU-Dienstvereinbarungen unterstützt:

Kind Krank

Freistellung/ Kind krank

Gesetzlich Krankenversicherte mit Kindern, die ebenfalls gesetzlich versichert sind, haben Anspruch auf unbezahlte Arbeitsbefreiung bei gleichzeitigem Bezug von Krankengeld (hier auch Kinderkrankengeld genannt), wenn nach ärztlichem Zeugnis eine Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes notwendig ist, welches das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Zudem darf keine andere im Haushalt lebende Person das Kind während dessen beaufsichtigen, betreuen oder pflegen.

Das Kinderkrankengeld kann im Kalenderjahr für höchstens 10, bei Alleinerziehenden für höchstens 20 Tage pro Kind beansprucht werden. Insgesamt darf der oder die Versicherte die unbezahlte Arbeitsbefreiung für maximal 25 Arbeitstage, bei Alleinerziehenden für höchstens 50 Arbeitstage in Anspruch nehmen. In bestimmten schwerwiegenden Fällen kann der Anspruch verlängert werden.

Sollte obiger Anspruch im laufenden Kalenderjahr nicht bestehen, greift in der Regel der Anspruch auf bezahlte Freistellung vom Dienst (nach § 29 TV-L) für bis zu vier Tage bei schwerer Erkrankung eines Kindes, dass das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, falls eine andere Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und ein Arzt die notwendige Anwesenheit der/des Beschäftigten zur Betreuung bescheinigt. Bei Kindern unter 8 Jahren kann auch die schwere Erkrankung einer Betreuungsperson (z.B. nicht erwerbstätiger Partner, Tagesmutter) eine Arbeitsbefreiung nach sich ziehen.  

Beschäftigte, die kein Kinderkrankengeld erhalten, haben  die Möglichkeit, sich ohne Fortzahlung des Entgeltes freistellen zu lassen. Die Dauer ist analog zum oben beschriebenen Bezug des Kinderkrankengelds. Die Freistellung erfolgt durch die Personalabteilung.

Kind krank nach Dienstantritt

Müssen an der CAU an der Zeiterfassung teilnehmende Erziehungsberechtigte wegen ihres erkrankten Kindes den Dienst abbrechen, so können diese in der Zeiterfassung "Kind krank nach Dienstantritt" eintragen. Bei Vorlage eines ärztlichen Attests (siehe unter Kind krank) wird der Stundenausfall an diesem Tag gut geschrieben.

Auswirkung auf bestehende Arbeitsverhältnisse

Kündigungsschutz

Für werdende Mütter gilt ein Kündigungsverbot bis zu vier Monate nach der Entbindung und während der gesamten Elternzeit.

Befristete Arbeitsverträge: Verträge enden auch während Mutterschutz und Elternzeit (REGELFALL)

Befristete Arbeitsverträge laufen in der Regel auch während Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit aus. Das Arbeitsverhältnis endet zum Vertragsende. Darunter fallen auch Verträge für drittmittelbeschäftigtes wissenschaftliches Personal mit Befristungsgrund nach § 2 Abs. 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) und andere Verträge nach TV-L, z.B. nach Teilzeit- und Befristungsgesetz.

Wird eine Frau, deren Arbeitsverhältnis beendet war, innerhalb eines Jahres nach der Entbindung in ihrem alten Betrieb erneut eingestellt, gilt das Arbeitsverhältnis hinsichtlich der Betriebs- oder Berufszugehörigkeit als nicht unterbrochen.

Befristete Arbeitsverträge: Verlängert werden können folgende Verträge / Dienstverhältnisse (AUSNAHMEN in der Wissenschaft)


1. Dienstverhältnis der Beamten und Beamtinnen

Befristete Dienstverhältnisse von Beamten und Beamtinnen können um die durch Mutterschutz und Elternzeit entstandenen Fehlzeiten verlängert werden.

2. Verträge die nach § 2 Abs.1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) befristet sind

Der Vertrag wird verlängert, wenn aus unten genannten Gründen Ausfallzeiten entstanden sind. Dies gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte.

  • Mutterschutz oder ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz
  • Elternzeit (Verlängerung in dem Umfang in dem eine Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist)
  • Beurlaubung oder Arbeitszeitreduzierung um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Pflege oder Betreuung eines oder mehrer Kinder unter 18 Jahren,
  • Beurlaubung oder Arbeitszeitreduzierung um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Pflege oder Betreuung eines sonstigen Angehörigen
  • Freistellung im Umfang von mindestens einem Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Wahrnehmung von Aufgaben in einer Personal- oder Schwerbehindertenvertretung oder von Aufgaben einer/s Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten oder zur Ausübung eines mit dem Arbeitsverhältnis zu vereinbarenden Mandats
  • Beurlaubung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit oder eine außerhalb des Hochschulbereichs oder im Ausland durchgeführte wissenschaftliche, künsterische oder berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung
  • Grundwehr- und Zivildienst

 

Auf die Verlängerung des Vertrags um die zuvor ausgefallenen Zeiten besteht ein Rechtsanspruch nach § 2 Abs. 5 WissZeitVG. Achtung: Voraussetzung für die Vertragsverlängerung ist, dass die Beschäftigten ihr Einverständnis bis zum vereinbarten regulären Vertragsende dem Arbeitgeber bekannt geben. Die Verlängerungen sollen, außer zum Beispiel bei Ausfallzeiten durch Beschäftigungsverbote nach dem Mutterschutzgesetz und Elternzeit, die Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten. Sie werden nicht auf die zulässige Höchstbefristungsdauer angerechnet.
Treten während der Vertragsverlängerung erneut Ausfallzeiten aus den oben genannten Gründen auf, hat die Mitarbeiterin beziehungsweise der Mitarbeiter Anspruch auf eine weitere Verlängerung des Arbeitsvertrags.

Ein Beispiel:

Ein Beschäftigter ist nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG an der CAU befristet angestellt. Sein Vertrag endet regulär am 31. Juli. Er möchte sechs Monate Elternzeit nehmen, vom 1. April bis zum 30. September.

Zunächst wird ihm Elternzeit für seinen bestehenden Vertrag für vier Monate, vom 1. April bis zum 31. Juli gewährt. Mit seinem Einverständnis wird sein Vertrag um die ausgefallene Zeit bis zum 30. November um vier Monate verlängert. Während dieser Verlängerung ist er die ersten beiden Monate außerdem noch in Elternzeit. Er hat also erneut zwei Monate Ausfallzeit, um die sein Vertrag noch einmal bis zum 31. Januar des Folgejahres verlängert wird.

Vertragsverlängerungen durch familienbedingte Ausfallzeiten nach dem WissZeitVG  können mit Verlängerungszeiten auf Grundlage der familienpolitischen Komponente (siehe unten) kombiniert werden.

Der Geschäftsbereich Personal der CAU hat ein  Informationsangebot für wissenschaftliches Personal bereitgestellt.

Verlängerung der Qualifikationszeit (familienpolitische Komponente)

Die mögliche Befristungsdauer während der Qualifikationszeit ist nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz wie folgt definiert: Die Befristung von Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem Personal , das nicht promoviert ist, ist bis zu einer Dauer von sechs Jahren möglich (im Bereich der Medizin neun Jahre). Nach abgeschlossener Promotion ist ebenfalls eine Befristung bis zu sechs Jahren (im Bereich der Medizin bis zu neun Jahren) zulässig; die zulässige Befristungsdauer verlängert sich in dem Umfang, in dem Zeiten einer Beschäftigung vor Promotion und Promotionzeiten ohne Beschäftigung zusammen weniger als sechs Jahre betragen haben (sog. Bonuszeit).

Zur oben genannten Befristungsdauer gibt es für Eltern die Option auf Verlängerung durch die familienpolitische Komponente. Mit der familienpolitischen Komponente soll der Dreifachbelastung mit Dienstleistung im Arbeitsverhältnis, wissenschaftlicher Qualifizierung und Kinderbetreuung Rechnung getragen werden. Sie gilt nur für Angestellte nach §2 Abs. 1 WissZeitVG. Sie erlaubt beiden Elternteilen eine Verlängerung der Qualifikationszeit und damit der Befristung um höchstens zwei Jahre pro Kind für dessen Betreuung im gemeinsamen Haushalt. Dies gilt für neu abgeschlossene Beschäftigungsverhältnisse genauso wie für bereits bestehende.

Die Regelung ist eine Verlängerungsoption für die Universität und das beschäftigte wissenschaftliche Personal über die Regelhöchstfrist hinaus und setzt das Einverständnis beider Vertragsparteien voraus („Kann-Regelung“). Eine automatische Verlängerung erfolgt nicht. Auch liegt es im Ermessen der Universität, die Dauer der Verlängerung festzulegen. Diese muss nicht volle zwei Jahre betragen! Nach Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung sollte der Zusammenhang zwischen der zeitlichen Belastung durch die Kinderbetreuung und der Verlängerung des Arbeitsverhältnisses allerdings angemessen sein, es besteht aber kein direkter Zusammenhang zu tatsächlichen Ausfallzeiten.

Ein Beispiel:
Eine nach ihrer Promotion Beschäftigte (Postdoc) hat das Ende ihrer Qualifikationszeit (12 beziehungsweise in der Medizin 15 Jahre) erreicht. Als Doktorandin hat sie ein Kind mehrere Jahre im eigenen Haushalt erzogen. Wenn sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte einverstanden sind, kann die Mitarbeiterin für bis zu zwei Jahre weiter befristet beschäftigt werden.

Vertragsverlängerungen durch familienbedingte Ausfallzeiten nach dem WissZeitVG (siehe oben) können mit Verlängerungszeiten auf Grundlage der familienpolitischen Komponente kombiniert werden.

In Zusammenhang mit dem oben genannten Beispiel bedeutet das, dass bei Einverständnis der Beschäftigten der Arbeitsvertrag in der Promotionsphase zunächst um die Ausfallzeit durch die Elternzeit verlängert wurde. Zusätzlich kann der aktuelle Arbeitsvertrag der Beschäftigten in der Postdoc-Phase am Ende der Qualifikationszeit noch um bis zu zwei Jahre verlängert werden, wenn Mitarbeiterin und Arbeitgeber einverstanden sind.

Zu bedenken ist, dass auf die Höchstbefristungsdauer auch Zeiten nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG anzurechnen sind, so dass eine Verlängerung der Höchstbefristungsdauer aufgrund der familienpolitischen Komponente gegebenenfalls nicht zum Tragen kommt, wenn nach Ablauf der 12 beziehungsweise
15 Jahre bereits Befristungen aufgrund von § 2 Abs. 2 WissZeitVG stattfanden.

Ein Antragsformular zur Erklärung der Verlängerung der Qualifikationsphase finden sie auf den Seiten des Geschäftsbereichs Personal unter
Formulare Tarifangelegenheiten.

Anschlussvertrag und Vertretung von Personal

Anschlussverträge bei Vorliegen von Schwangerschaft, Mutterschutz oder Elternzeit

Enden befristete Arbeitsverhältnisse während einer Schwangerschaft, des Mutterschutzes oder einer Elternzeit, kann ungeachtet dessen ein Anschlussvertrag geschlossen werden. Es ist unzulässig, einen Anschlussvertrag nur aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft, eines Mutterschutzes oder einer Elternzeit nicht zu gewähren (§ 3 Absatz 1 AGG).

Vertretung von Personal, welches aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit ausfällt

Personal, welches aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit ausfällt, kann vollständig um die ausgefallenen Zeiten vertreten werden. Befristungsgrund ist die Vertretung einer sich in Mutterschutz oder Elternzeit befindlichen Person. Es gibt in diesem Fall keine Wiederbesetzungssperre.

Für drittmittelbeschäftigtes Personal können ggf. alternativ Ausgleichsmaßnahmen des Drittmittelgebers beantragt werden. Die DFG informiert hierzu auf Ihren Seiten

Regelungen zur Arbeitzeit

Variable Arbeitszeit

Zur variablen Arbeitszeit wurden an der CAU Dienstvereinbarungen für das Personal aus Technik und Verwaltung (in der zentralen Verwaltung, in der Universitätsbibliothek und in den Fakultäten und zentralen Einrichtungen) geschlossen. Die variable Arbeitszeit ermöglicht eine flexiblere Gestaltung des Arbeitsalltags und unterstützt dadurch wesentlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Unter dem Punkt „Dienstvereinbarungen“ können sich Beschäftigte auf der Seite des Geschäftsbereichs Personal dazu informieren.

Teilzeitarbeit/ Berufsausbildung in Teilzeit

Teilzeitarbeit: An der CAU können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die länger als sechs Monate beschäftigt sind, einen Antrag auf Teilzeitarbeit stellen, wenn sie ein Kind unter 18 Jahren betreuen. Der Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit wird über die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten an die jeweils zuständige Stelle im Geschäftsbereich Personal gestellt.

Bei der Teilzeitregelung muss die Verteilung der Arbeitszeit schriftlich mit der Universität vereinbart werden. Hierbei soll der Arbeitgeber nach Möglichkeit den Wünschen der Beschäftigten entsprechen – es sei denn, es sprechen dringende betriebliche oder dienstliche Gründe gegen eine Teilzeitregelung (zum Beispiel wenn die Tätigkeit nicht in Teilzeit erbracht werden kann).

Auf Wunsch der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers kann die Dauer der Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen auf bis zu fünf Jahre befristet werden. Nach Ablauf dieser Zeit entsteht automatisch wieder ein Beschäftigungsverhältnis im vorherigen Umfang. Ist die Teilzeitbeschäftigung nicht befristet vereinbart, ist die Rückkehr zum ursprünglichen Umfang der Beschäftigung nur mit Zustimmung der Universität möglich (Stellenhülse muss vorhanden sein!).

Beschäftigte sollten beachten, dass Teilzeitarbeit Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) verringert. Die gesetzliche Rentenversicherung federt Zeiten der Kindererziehung jedoch ein Stück weit ab: Rente und Zeiten der Kindererziehung

Teilzeit für Beamt*innen: Beamtinnen und Beamten mit Dienstbezügen soll auf Antrag eine Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Diese Teilzeitbeschäftigung kann auch aus anderen als familiären Gründen beantragt werden und ist ohne zwingende zeitliche Beschränkung.

Darüber hinaus ist auf Antrag bei Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen eine Teilzeitbeschäftigung zwischen dreißig und fünfzig Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit zu gewähren, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen und eine Teilzeitbeschäftigung von 50% oder mehr der regelmäßigen Arbeitszeit zu gewähren, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Die Teilzeitbeschäftigung aufgrund familiärer Belange kann für maximal 15 Jahre gewährt werden.

Beamtinnen und Beamten auf Widerruf mit Anwärterbezügen kann aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen für maximal 15 Jahre eine Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem Dienstverhältnis auf Zeit stehen und die ihre Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit aufgrund der Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen Angehörigen verringert haben, können ihr Dienstverhältnis um die verringerte Zeit verlängern. Eine Verlängerung ist maximal um bis zu zwei Jahre möglich. Der Antrag wird im Geschäftsbereich Personal gestellt.

Berufsausbildung in Teilzeit: Sowohl Auszubildende, die ihre Lehre aufgrund einer Schwangerschaft unterbrochen haben, als auch junge Frauen und Männer, die sich um ihre Kinder kümmern oder nahe Angehörige pflegen, können an der CAU eine Teilzeitberufsausbildung durchlaufen. Hier wird die tägliche oder wöchentliche betriebliche Ausbildungszeit gekürzt, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel trotz der Kürzung erreicht wird. Die Gesamtausbildungszeit verlängert sich dadurch in aller Regel. In welchem Umfang ist jedoch jeweils im Einzelfall mit den Vorgesetzten und dem Geschäftsbereich Personal zu vereinbaren.

Ein Nachteil der Teilzeitausbildung ist, dass sich mit der Arbeitszeit auch die Ausbildungsvergütung verringert. So bekommt eine Auszubildende, die ihre Ausbildungszeit um ein Fünftel verkürzt hat, auch ein Gehalt, das um ein Fünftel gekürzt ist. Aus diesem Grund sollten sich all diejenigen, die gern eine Teilzeitausbildung an der CAU machen wollen, frühzeitig über staatliche Förderungen informieren. Je nach persönlicher Situation könnten diese folgende Leistungen umfassen: Berufsausbildungsbeihilfe, Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld, Unterhaltsleistungen und Unterhaltsvorschuss, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Leistungen für Bildung und Teilhabe (auch „Bildungspaket“ genannt). Auf einige wenige soll im Folgenden exemplarisch eingegangen werden. Auszubildende sollten sich also in jedem Fall beraten lassen, um herauszufinden, mit welchen Leistungen sie rechnen können. 

Alternierende Wohnraumarbeit

Für das technisch-administrative Personal der CAU besteht unter Umständen die Möglichkeit zur so genannten alternierenden Wohnraumarbeit als Alternative zur bestehenden Form der Arbeitsgestaltung. Alternierende Wohnraumarbeit bedeutet, regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit zu einem gewissen Anteil zu Hause zu erbringen, vorausgesetzt, die häusliche Arbeitsstätte ist durch elektronische Kommunikationsmittel mit der Dienststelle verbunden und die Dienstaufgaben lassen eine entsprechende Verlagerung der Tätigkeiten zu.

Unter dem Punkt „Dienstvereinbarungen“ können sich Beschäftigte auf der Seite des Geschäftsbereichs Personal dazu informieren

Sonderurlaub

Die Dienstvereinbarung zwischen dem Präsidium, dem Personalrat, sowie dem Personalrat (W) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel regelt die Beanspruchung von Sonderurlaub gemäß § 28 TV-L.

Hier finden Sie die Dienstvereinbarung zur Beanspruchung von Sonderurlaub zur Betreuung von Kindern unter 18 Jahren oder zur Pflege von Angehörigen.

Beamt*innen: Bei schwerer Erkrankung von Angehörigen, die im selben Haushalt wohnen, ist ein Tag Sonderurlaub im Kalenderjahr (bei erkrankten Kindern unter zwölf Jahren oder mit Behinderung 10 Tage; bei Alleinerziehenden 20 Tage) möglich. Die unerlässliche Pflege oder Betreuung des oder der Erkrankten muss dabei ärztlich bescheinigt werden und eine andere Person darf zu diesem Zweck nicht zur Verfügung stehen.
Sonderurlaub soll auch zur Betreuung eines Kindes, welches das achte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen Behinderung pflegebedürftig ist, bis zu zwei Arbeitstagen im Kalenderjahr bewilligt werden. Eine andere Person darf zur Betreuung nicht zur Verfügung stehen. Auch bei der Erkrankung der Betreuungsperson soll unter bestimmten Voraussetzungen Sonderurlaub gewährt werden.
Während des Sonderurlaubs werden die Bezüge in der Regel weiter gezahlt.

Beamt*innen: Urlaub ohne Dienstbezüge

Beamtinnen und Beamte, die Angehörige pflegen und / oder ein Kind unter 18 Jahren betreuen, können bis zu 15 Jahre Urlaub ohne Dienstbezüge beantragen. Bei der Pflege von Angehörigen ist ein ärztliches Gutachten der Pflegebedürftigkeit der zu betreuenden Person vorzulegen. Zwingende dienstliche Belange dürfen der Beurlaubung nicht entgegenstehen.

Sabbatjahr-Modell

An der CAU haben unbefristet Beschäftigte, die nach dem Tarifvertrag für die Länder (TV-L) beschäftigt sind, die Möglichkeit Zeit anzusparen, um ein „Sabbatjahr“ zu nehmen, wenn dienstliche oder personalwirtschaftliche Gründe dem nicht entgegenstehen. Das Sabbatjahr muss arbeitsvertraglich vereinbart werden. Eine individuelle Beratung im Geschäftsbereich Personal ist erforderlich. Hier finden Sie die gesetzliche Grundlage (Vereinbarung nach § 59 Mitbestimmungsgesetz, MBG Schl.H., über Teilzeitbeschäftigung in Form eines Sabbatjahres für Landesbedienstete)

 

Angebote

  • Familienportal der Bundesregierung mit aktuellen nützlichen Informationen Link

    Die Stiftung Lesen stellt den kostenlosen Geschichten-Service "einfach vorlesen!" zur Verfügung.

    Angebote für Kinder und Jugendliche in Kiel: Kiel Magazin

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